Die Weiterbildung zum/zur qualifizierten Waldorferzieher*in ist in allen in der Vereinigung der Waldorfkindergärten eingetragenen Waldorfeinrichtungen weltweit anerkannt. Sie ist als waldorfpädagogische berufsbegleitende Fortbildung konzipiert und richtet sich an staatlich anerkannte Erzieher*innen, Sozial-, Heil- und Kindheitspädagog*innen sowie pädagogisch interessierte Menschen, die mit Kindern arbeiten (Tagesmütter/ Tagesväter, Eltern) oder in der Elternbildung tätig sein möchten.
Die Ausbildung beinhaltet keinen staatlich anerkannten Abschluss.

Im Folgenden Ausschnitte aus der Seminarordnung der Weiterbildung zum/zur Waldorferzieher*in. Die vollständige Ordnung erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Für die Weiterbildung zur Inklusionsfachkraft und andere Veranstaltungen gelten eigene Ordnungen.

Seminarordnung, Ausschnitte

Ausbildungsverlauf und -Dauer:

Die Weiterbildung zum/zur Waldorferzieher*in umfasst mindestens 800 Unterrichtstunden zu je 45 Minuten, die vor Ort im Seminar erteilt werden.

Die gesamte Weiterbildungsdauer umfasst in der Regel drei Jahre. Es wird in thematisch-zugeordneten Epochen unterrichtet.

Rahmenbedingungen:

Die Teilnahme am Unterricht ist verbindlich, sie wird vertraglich vereinbart. Zu den Epochen gehören z.T. schriftliche Hausaufgaben und Ausarbeitungen, die die jeweiligen Dozenten vorgeben; weitere Leistungsnachweise sind die Abschlüsse in den künstlerischen Fächern. Im dritten Jahr wird eine eigenständige schriftliche Abschlussarbeit verfasst und im Kolloquium am Ende der Ausbildung dargestellt.

Zertifizierung:

Die Weiterbildung kann mit einem Zertifikat abgeschlossen werden, wenn
• Der Seminarunterricht vollständig besucht wurde.
• Eine angeleitete Mitarbeit in der waldorfpädagogischen Praxis über einen Zeitraum von 12 Monaten mit mindestens 20 Wochenstunden nachgewiesen werden kann.
• Die gesamte Seminarzeit mit Praxis-, Versäumnis- und Nachholzeiten nicht mehr als 5 Jahre umfasst.
• Die Seminargebühren vollständig bezahlt wurden.
• Die Abschlüsse in den 5 Künsten erfolgreich gemacht wurden.
• Alle begleitenden schriftlichen oder praktischen Arbeiten sowie die Kolloquiumsarbeit vorliegen.
Beendet wird die Ausbildung durch das erfolgreich zu bestehende Abschlusskolloquium. Ansonsten werden Teilnahmebestätigungen ausgestellt.

Anmeldung und Bewerbung:

Für die Bewerbung zur Aufnahme in das Waldorfkindergartenseminar sind folgende Unterlagen einzureichen:
• Für den Erstkontakt der ausgefüllte Anmeldebogen.

Zur verbindlichen Anmeldung benötigen wir
• einen tabellarischen Lebenslauf mit absolviertem Bildungsgang und Arbeitsverhältnissen seit dem Schulabschluss.
• ein aktuelles Passbild.
• eine Begründung, warum diese Weiterbildung angestrebt wird (Motivationsschreiben).

Die Seminarleitung bestätigt die Aufnahme nach einem persönlichen Gespräch und dem Eingang aller Unterlagen mittels der unterschriebenen Lehrgangsvereinbarung.

Gebührenordnung:

Der Kostenbeitrag für die dreijährige Ausbildung zum/zur qualifizierten Waldorferzieher*in beträgt
• Eine einmalige Aufnahmegebühr von 50 Euro, die bei Vertragsabschluss erhoben wird.
• Im ersten und zweiten Ausbildungsjahr monatlich 165 Euro, insgesamt 3960 Euro.
• Im dritten Ausbildungsjahr incl. Kolloquium monatlich 70 Euro, insgesamt 840 Euro.
• Der erste Beitrag wird jeweils zum 01.08. des beginnenden Ausbildungsjahres fällig, der letzte am jeweils 01.07. nach Abschluss der Ausbildung zum/zur qualifizierten Waldorferzieher*in.
• Die Beiträge werden im Sepa-Lastschriftverfahren monatlich eingezogen.
• Kosten für Studienmaterial wie Bücher, Kopien und sonstiges Werkzeug sind nicht im Ausbildungspreis inbegriffen.