Die Weiterbildung zum/zur qualifizierten Waldorferzieher:in ist in allen in der Vereinigung der Waldorfkindergärten eingetragenen Waldorfeinrichtungen weltweit anerkannt. Sie ist als waldorfpädagogische berufsbegleitende Fortbildung konzipiert und richtet sich an staatlich anerkannte Erzieher:innen, Sozial-, Heil- und Kindheitspädagog:innen sowie pädagogisch interessierte Menschen, die mit Kindern arbeiten (Tagesmütter/ Tagesväter, Eltern) oder in der Elternbildung tätig sein möchten.
Die Weiterbildung beinhaltet keinen staatlich anerkannten Abschluss.

Im Folgenden Ausschnitte aus der Seminarordnung der Weiterbildung zum/zur Waldorferzieher:in. Die vollständige Ordnung erhalten Sie gerne auf Anfrage.

Für die Weiterbildung zur Inklusionsfachkraft und andere Veranstaltungen gelten eigene Ordnungen.

Seminarordnung, Ausschnitte

Ausbildungsverlauf und -Dauer:

Die Weiterbildung zum/zur Waldorferzieher:in dauert zweieinhalb Jahre und umfasst mindestens 800 Unterrichtstunden zu je 45 Minuten, die vor Ort im Seminar erteilt werden.

Das Seminar-Unterrichtsjahr findet berufsbegleitend von Ende August/ Anfang September bis Ende Juni/ Anfang Juli statt und gliedert sich in 10 thematische Epochen innerhalb von 4 Semestern in 2 Jahren. Angehängt ist ein zusätzliches Halbjahr, in dem die Arbeit in der beruflichen Praxis und deren Auswertung und Begleitung im Vordergrund steht und das Kolloquium absolviert wird.

Die wöchentliche reguläre Unterrichtszeit ist Mittwoch nachmittags bzw. abends (16:00 – 21:00) sowie an ca. 8 – 10 Wochenenden pro Jahr Freitagnachmittag/Abend und Samstag 9:00 – 14:30. In der zweiten Berliner Herbstferienwoche, in den Winterferien Anfang Februar sowie im Frühsommer (Mai/Juni) finden in beiden Seminarjahren Blockwochen statt.

Es wird in thematisch-zugeordneten Epochen unterrichtet (-> siehe Curriculum).

Rahmenbedingungen:

Die Teilnahme am Unterricht ist verbindlich, sie wird vertraglich vereinbart. Zu den Epochen gehören z.T. schriftliche Hausaufgaben und Ausarbeitungen, die die jeweiligen Dozenten vorgeben; weitere Leistungsnachweise sind die Abschlüsse in den künstlerischen Fächern. Im vierten und fünften Semester wird eine eigenständige schriftliche Abschlussarbeit verfasst und im Kolloquium am Ende der Weiterbildung dargestellt.

Zertifizierung:

Die Weiterbildung kann mit einem Zertifikat abgeschlossen werden, wenn
• Der Seminarunterricht vollständig besucht wurde.
• Eine angeleitete Mitarbeit in der waldorfpädagogischen Praxis über einen Zeitraum von 12 Monaten mit mindestens 20 Wochenstunden nachgewiesen werden kann.
• Die gesamte Seminarzeit mit Praxis-, Versäumnis- und Nachholzeiten nicht mehr als fünf Jahre umfasst.
• Die Seminargebühren vollständig bezahlt wurden.
• Die Abschlüsse in den fünf Künsten erfolgreich gemacht wurden.
• Alle begleitenden schriftlichen oder praktischen Arbeiten sowie die Kolloquiumsarbeit vorliegen.
Beendet wird die Ausbildung durch das erfolgreich zu bestehende Abschlusskolloquium. Ansonsten werden Teilnahmebestätigungen ausgestellt.

Anmeldung und Bewerbung:

Für die Bewerbung zur Aufnahme in das Waldorfkindergartenseminar sind folgende Unterlagen einzureichen:
• Für den Erstkontakt den ausgefüllten Anmeldebogen (-> siehe Link Anmeldung).

Zur verbindlichen Anmeldung benötigen wir
• einen tabellarischen Lebenslauf mit absolviertem Bildungsgang und Arbeitsverhältnissen seit dem Schulabschluss.
• ein aktuelles Passbild.
• eine Begründung, warum diese Weiterbildung angestrebt wird (-> siehe Link Anmeldung).

Die Seminarleitung bestätigt die Aufnahme nach einem persönlichen Gespräch und dem Eingang aller Unterlagen mittels der unterschriebenen Lehrgangsvereinbarung.

Gebührenordnung:

Der Kostenbeitrag für die Weiterbildung zum/zur qualifizierten Waldorferzieher:in beträgt
• Eine einmalige Aufnahmegebühr von 50 Euro, die bei Vertragsabschluss erhoben wird.
• Im ersten und zweiten Seminarjahr monatlich 200 Euro, insgesamt 4800 Euro.
• Im Kolloquiumssemester einmalig 150 Euro.
• Der erste Beitrag wird jeweils zum 01.08. des beginnenden Ausbildungsjahres fällig, der letzte zu Beginn des Kolloquiumssemesters.
• Die Beiträge werden im Sepa-Lastschriftverfahren monatlich eingezogen.
• Kosten für Studienmaterial wie Bücher, Kopien und sonstiges Werkzeug sind nicht im Weiterbildungspreis inbegriffen.