Mit der dreijährigen berufsbegleitenden Fortbildung zum/zur Waldorferzieher*in richtet sich das Seminar an staatlich anerkannte Erzieher*innen, Sozial-, Heil- und Kindheitspädagog*innen sowie pädagogisch interessierte Menschen, die mit Kindern arbeiten (Tagesmütter/ Tagesväter, Eltern) und sich beruflich neu orientieren wollen.

Die Fortbildung zur/zum Waldorferzieher*in steht im Zusammenhang mit der Vereinigung der Waldorfkindergärten Deutschland sowie den Waldorfkindergärten der Region Berlin-Brandenburg.

Das Zertifikat zur Anerkennung dieser Fortbildung ist in allen in der Vereinigung der Waldorfkindergärten eingetragenen Waldorfeinrichtungen weltweit anerkannt. Die Fortbildung beinhaltet keinen staatlich anerkannten Abschluss.

Inhalte der Waldorferzieher*innen-Fortbildung

Vorbild und Nachahmung, freies Spiel, Rhythmus und Sinnespflege – das sind die Grundlagen der Waldorfpädagogik für die Erziehung im ersten Jahrsiebt. Sie helfen uns, die uns anvertrauten Kinder verantwortungsvoll zu begleiten.
Dazu gliedert sich die Weiterbildung zum/zur Waldorferzieher*in inhaltlich in vier Bereiche:

Grundlagen der Waldorfpädagogik

Die Arbeit an den Grundlagen der Waldorfpädagogik beinhaltet einzelne Aspekte der Anthroposophie Rudolf Steiners (1861-1925). Hier werden menschenkundliche, philosophische und religiöse Fragen besprochen. Die Seminarist*innen setzen sich mit dem anthroposophischen Menschen- und Weltbild auseinander und arbeiten sich in die Entwicklungspsychologie der Waldorfpädagogik ein.


Pädagogische Themen

Die Arbeit an pädagogischen Themen bezieht sich auf konkrete Erziehungsfragen und deren Hintergründe. Die Seminarist*innen lernen die Methodik und Didaktik der Waldorfpädagogik kennen und erüben Handwerkszeug für die Praxis. Dabei umfasst die Ausbildung eine breite Themenpalette für die Arbeit mit dem Kind vom Kleinkind- bis zum Schulalter (ca. 0 – 10 Jahre).


Künstlerisch-handwerklicher Unterricht

Im Künstlerisch-handwerklichen Unterricht geht es vor allem darum, neue Fähigkeiten und Fertigkeiten zu erlernen bzw. vorhandene Fähigkeiten zu vertiefen. Eine intensive Auseinandersetzung mit den Kunstfächern Eurythmie, Malen, Musik, Plastizieren, Sprache sowie Handarbeit und Handwerk bildet hier das Angebot des Seminars.

Fragen der Selbstreflexion und Zusammenarbeit

Weitere Gesichtspunkte der Fortbildung sind die Selbstreflexion und die Selbsterziehung; die Seminarist*innen entdecken eigene Fähigkeiten und arbeiten an ihrem persönlichen Entwicklungspotential. Dazu kommen verschiedene Themen aus den Bereichen der kollegialen Zusammenarbeit und der Arbeit mit den Eltern. Die Seminarist*innen tauschen sich mit Dozenten und Kolleginnen/Kollegen über ihre Erfahrungen aus und machen sich mit der Sozialgestalt des Waldorfkindergartens und Fragen der Selbstverwaltung vertraut.
Begleitet und ergänzt wird die Fortbildung durch die eigenständige Tätigkeit in der beruflichen Praxis, in der das im Seminar Erarbeitete ausprobiert, überprüft und weiterentwickelt werden kann.


Dauer der Fortbildung:

Die Fortbildung zum/zur Waldorferzieher*in umfasst mindestens 800 Unterrichtstunden zu je 45 Minuten, die vor Ort im Seminar erteilt werden.

Kosten der Fortbildung:

1 & 2 Jahr monatlich: 165 Euro
3 Jahr monatlich: 70 Euro (Näheres regelt die Seminarordnung)


Hinweis: Die ersten 2 Jahre der Waldorferzieher*innen-Fortbildung sind gegliedert in 10 thematische Epochen, die auch einzeln als Fortbildungen besucht werden können. Näheres dazu unter „Thematische Epochen“.

Weitere Informationen & Anmeldung:

Curriculum zu diesem Seminargleich anmelden